Mittwoch, 2. Dezember 2009

Das liebe Geld

Frisch mit nem Informatik-Master in der Tasche bin ich nun auf der Suche nach einer Anstellung im Bereich Software-Engineering.

Parameter:
- gute Mischung aus Beratung und Entwurf von Software
- Gehalt ca 40.000Euro

Erfahrungen:

Bei ca. 30 Bewerbungen hatte ich 10 Absagen, 4 Gespräche, 2 Angebote. Die meisten Firmen versuchen beim Gehalt zu pokern. Meist sind 20% des zu erwartenden Lohnes erfolgsabhängig, was in soweit auch ok ist. Leider wird auch versucht den fixen Anteil zu drücken. Ein Angebot bewegte sich bei 29.000 Euro fix plus Erfolgsbeteiligung, so dass ich vielleicht auf 36.000 gekommen wäre. Nur (!) ist das zum Einen ein Bachelorgehalt und zum anderen sollte der variable Teil sollte erst im Folgejahr ausbezahlt werden, was bedeutet, dass sich Vater Staat erstmal einen ordentlichen Batzen davon nimmt. Super,... das heißt, dass ich erst im übernächsten Jahr per Steuererklärung nochmal was zurückbekommen würde. Ja super, denk ich mir, gehst fix mit 1.500 nach Hause, musst noch dein Bildungskredit zurück bezahlen und alles andere fürs Leben finanzieren. Meine bisherige Kalkulation ist

Kontoeingang: 1500 Euro
- 500 Euro Miete/Rate für Wohneigentum
- 250 Euro Sparen für Bafögückzahlung
- 200 Euro allg. Sparen (Reise oder so)
- 70 Euro (Telefon, Internet)
- 50 Euro Strom
- 130 Euro Lebensmittel
= 300 Euro (für Klamotten, Spass,......)

Hat's wer gemerkt? Private Altersvorsorge ist da noch nicht mit drin.

Liebe Unternehmen, Master-Informatiker gibt es nicht zum Preis für nen Bachelor (ist nicht böse gegenüber den Bachelor gemeint). Bezahlt uns (Absolventen jeglichen Grades) so, dass wir uns nicht noch mit irgendwelchen Käse in unserer Freizeit beschäftigen müssen, nur um das Geld zu bekommen, welches uns zu steht. Die Zeit könnten wir sinnvoller nutzen um unser Wissen zu erweitern, dadurch besser zu arbeiten und uns an die sehr dynamische Entwicklung im IT-Bereich anzupassen.

Grüße
Peter